Kolleg.in

Wir sind zehn Kolleg-Kolleginnen, die sich momentan mit der seriellen Fertigung von Schmuck auseinandersetzen. Im Rahmen einer wöchentlichen Unterrichtseinheit im Abendkolleg für Schmuck.Design haben wir bei Susanne Hammer das Thema "transform" weitergesponnen welches wir bei Sonja Bischur bereits behandelt hatten. Ausgegangen wurde von unterschiedlichsten Alltagsmaterialien und dem darin liegenden Potenzial im Hinblick auf ihre Veränderung oder Unkenntlichmachung. Aus dieser Weiterentwicklung haben sich die diversesten Prototypen ergeben. Diese seriell gefertigten Schmuckstücke für Ohren, Hals oder Finger werden bis Ende November in limierter Stückzahl gefertigt. Auf Edelmetall wird bei diesem Studentinnenprojekt nicht verzichtet und viele noch nie gesehene Materialkombinationen werden in Form unterschiedlicher Schmuckstücke tragbar gemacht. Gutso. darf Ihnen das Projekt von Kolleg.in vorstellen und über den Hintergrund der Entstehung der Arbeiten berichten. Für viele von Kolleg.in ist es die erste öffentliche Präsentation als Schmuckmachende. Außerdem werden die Ergebnisse in natura offline präsentiert. Wo - wird bald verraten.

MIRA URBAJS

Mein Interesse an Schmuck wurde durch die Reisen nach Kroatien geweckt. Die Stände mit den Ketten aus Muscheln, die ich dann auch gleich versuchte mit meinen selbst aufgetauchten Muscheln nach zu bauen. In späteren Jahren weckten dann die Kleinen Gold und Silber Schmiede in den engen Gassen Umags (Kroatien) meine Aufmerksamkeit. Ich wollte es auch lernen, mit meinen eigenen Händen etwas Wunderschönes zu schaffen! Kunst die man tragen kann, die eine Aussage hat und Leuten Freude bereitet. Ich habe mich dann entschieden aus Kärnten, nach Wien zu ziehen und an der Herbststraße das Modekolleg zu machen! Nach dem erfolgreichen Abschluss des Modekollegs und einer Einjährigen Pause, in der ich auf reisen war, hat mich mein weg wieder auf die Herbststraße aufs Schmuckkolleg gebracht. So wie wahrscheinlich bei jedem, liegt meine Inspiration eng mit meinem Privatleben zusammen. Ich liebe es meine Erlebnisse oder Gefühle irgendwie fest zuhalten. So werden die Stücke für mich zu etwas ganz besonderen, eine festgehaltene Erinnerung. Natur, Reisen und neue Freundschaften haben einen großen Einfluss auf mich. Da mich diese Persönlich weiterbringen, und somit verändert sich auch meine Sichtweise. Veränderung ist die beste Inspiration, sie bringt dich im Leben weiter, auch wenn sie oftmals schmerzhaft ist!

Alle Texte und Fotos stammen von Kolleg.in.